Um disen text noch lesen zu können, empfielt es sich, ihn laut vorzulesen. Falls du ihn in der u-ban liest, is es sicher keine schlechte idee, kopfhörer mitzunemen, damit die leute glauben, du telefonierst, sonst halten sie dich noch für komplett gaga.

Wenn man in Beijing is, muss man die Mau a be su chen. Sie is 70 km fon da stadt entfernt, natürlich die näxte stelle – die Mau a is ja insgesamt 5000 ki lo me ta lang. Un da merkt man dass die eng li shen kenntnisse immer ab ne men, je mer man sich fon da bei jing a in nen stadt entfernt: am Hauptbahnhof is i ma hin ein schalter, an dem englischsprachige men shen, also aus len da, prioritär be han delt werden, auch wenn blöderweise das schild, das das besagt, nur auf chinesisch geschrieben is, so dass kaum ein aus len da sai ne rechte wahrnimmt und sich vor den chi ne sen am schalter hinstellt. Nu ja, am Nordbahnhof is kein einziges schild mehr auf englisch, geschweige denn auf deutsch oder gar norwegisch. Auf der Mau a lau fen mi lio nen tou risten um ein an da, un si schlängelt sich, die mau a, durch eine liebliche berglandschaft. Übrigens, das land das fon den mai sten touris ten be sucht wird is China, das land das die meisten touris ten in die welt schickt is auch China, un die mai sten touristen in China sin chi ne sen. Für je den aus len di shen tou ri sten in China gibt es 10 chinesische.

Un si glo ba li si ren sich: man sit grosze, massige leute auf der strasze fon wai tem o da fon hin ten, mit tü pi shen tou ri stenkluft und touris ten ta shen, teilweise auch blond, man is sich sicher, das sind aus len di she tou ri sten, aber wenn man ne a kommt, sin es chi ne sen. Am en de be kom men si au noch rundaugen. Oder der rest der welt bekommt schlitzaugen.

Ich fahr zurück nach Beijing und will endlich meine pizza essen, dazu noch eine maus für mai nen laptop kau fen. Ich verlasse das hotel, geh nach rechts, rechts, rechts, und dreh immer gröszere kreise um das hotel. Nach 3 stunden geb ich auf, i fin de kai ne kom pu ta le den in China, wo vermutlich alle computer herkommen. Vielleicht gibt es eine strasze oder eine gegend wo sie alle verkauft werden, so wie die strasze die fast nur elektrogeräte für den haushalt hatte. Ai ne pi tza fin de i, un die is nich schlecht, wobei sie nich so gut is wie die eine pizza die ich in einem nachtklub in Oslo gegessen hab, die beste pizza meiner karriere. Apropos, es is nich ganz un an strengend in Beijing tzu lau fen: als fuszgänger muss man bai den ampeln über rot ge hen, wenn es irgendwie geht, weil wenn man grün hat, is das keine garantie dass man frei rü ba lau fen kan: die au to fa ra, die grün ha ben un links oder rechts ab bi gen, kommen mit allem ka ra cho da her, un si sin ser verärgert wenn da fuszgänger auf ihrem weg sin. Da hat das auto vorfahrt, es is ja stärker als ein fuszgänger. Respekt tzai gen die au to fa ra nur gegenüber las tan un bussen, weil die ja noch stärker sind. Naja, is in Brasilien leider nich anders.

Das chi ne si she essen is sehr vielfältig, so kan es doch immer wieder pas si ren, dass man we ni ga gut isst. So hab ich einmal eine spicy duck bestellt, eine würzi ge en te, un si wa wirklich würzig, lai da bestand sie nur aus knochen. Am näxten tag hab i in ain an de ren restaurant wi da ai ne en te be stellt, un wi da wa si knochig. Dann bestellte ich das näxte mal schweinefleisch, gott sei dank wa ren kei ne knochen dabei, dafür wa das fleisch shon fast wie bil tong, die wurst aus Sudafrica, verglichen mit der eine schuhsohle sich weich wie kartoffel pü ree an fült.

Ich besuche die Verbotene Stadt, wo die chi ne si schen kai sa ja hun da te lang re si diert haben. Bestimmt gröszer als der Vatikan, fon da fläche her. Laut Wikipedia sind da 890 paläste und gebäude mit 9.999 roi men – 10.000 darf nur der himmel haben. Und fon we gen Fabo te ne Stadt, da lau fen mi lio nen men schen rum, wie in ai nem a mai sen hao fen. Zuerst komm ich gar nich rein, weil die seite, auf der i lan de, nur ausgang is, also muss ich ein ki lo meta o da tzwai ge hen bis zum ein gang. Schon baim ausgang kommt eine nette, klei ne chi ne sin mit mir re den, und gleich sind es tzwai fon i nen. Si sind au tou ris tin nen wi i, mit dem un ta schied, dass sie nich aus dem ausland kom men son dan aus da chi ne si schen provinz. Sie blei ben ai ne wo che da. Und si fin den mai nen ohrring “cute”. Hab ich das schon nich einmal gehört? Ja, und si sel ba sind tzwai fe los auch “cute”. Na tzen mi nu ten sagt die ai ne, i bin ir “hero”, und das in ai nem land, wo die frau en mi nich einmal an ge schaut haben, als i jung und schön wa, ge shwai ge denn jetz, wo ich höxtens besser ausschau als der Johannes Heesters – in sai nem je tzi gen zu stand. Was sind si, di se me dels? Wie direktnut ten schai nen si nich tzu sein, si bi ten kai nen sex an. Vielleicht tou ri nut ten? Tou ri nut ten fa lang en kein geld, tzu min dest an fäng lich nich. Sie wol len tou ris ten be glei ten, sich aushalten las sen, und vielleicht springt am en de ein geschenkchen für sie raus, vielleicht können si den tou ris ten so ga hai ra ten. Aba di se sind wa scheinlich neppnut ten, am bu lan te ba lu da. Ir gen dwan fra gen si mi ob ich nich was mit i nen trin ken möchte, und da ich durstig bin, willig ich ein. Das tehaus verlangt 3 euro für ein bier, das sin ja plötzlich münchner verhältnisse hier. Aber gut, ein paar etwas teurere getränke kan i mal ausnahmsweise verkraften, sie bestel len ka fe, ko la, und da kom men a pa ke xe. Dan kommt die rechnung, 60 euro. Wieso 60 euro? Ja, die kekse kos ten je weils 10 euro, und die “mie te” des raums noch mal 10. Ich glaub ich spinn. Ich zahl die 3 euro für mein bier, steh auf und ge. Die be die nung versucht mich aufzuhal ten, i sa ge si soll mit den me dels re den, das hab ich alles nich bestellt. Sie war viel kleiner als i (und is es vermutlich immer noch), wä ren noch ein paar jungs fon den chi ne si schen tri a den dabai, dan müsst ich vermutlich tza len. Offensichtlich nehmen die mädels die ty pen tzu sol chen nepp lo ka len und kas sie ren da nach provision. Ken i fon Mün Chen, wo taxifahrer fahrgäs te, die ai nen sa men stau hat ten, tzu bordel len ge fa ren sin, die 150 bis 250 mark vom gast abkas sie ren (mit recht auf ein piccolo) und dem taxifahrer 90% da fon tza len. Hab ich selber gemacht, einmal sogar 800 mark in einem viertelstunde verdient, weil es 4 fahrgäs te wa ren. Am an fang hab i das mit al len ge tan, später nur noch mit de nen, de nen es nich wehtat – selber reich oder alles fon da firma finanziert. An de re fa ra fan den es ab son da lich, dass ich das nich mit jedem mach. Irgendwann is das an schai nend fa bo ten worden, da ging nix mehr.