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LEKTION WD-F – AUSTERREICH

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MOZART E HITLER


Das PH wird mit F geschriben: Der filologie-bewandte filosof filetirte das fotomodell wie ein fantast. So machen es die meisten europäer (ich meine F statt PH schreiben), und bei denen is die welt auch nich untergegangen.

In den versionen in andren sprachen erzähl ich etwas von der geschichte Österreichs, aber für deutschsprachige sind das alles olle kamellen, also im deutschen wird es kurz. Und zimlich österreichisch, was aber nix mit wunschdeutsch zu tun hat.

Früher waren die österreicher die chefs der deutschen, sie waren sozusagen die oberdeutschen. Ihr imperium ging schon mal vom amerikanischen kontinent bis zum Schwarzen Mer, sogar nach Brasilien liferten sie die kaiserinnen, damit alles schön in familie bläibt. Aba wia is die geschichte zu ende gegangen? Als kleina binnenstat in den bergen auf dem Balkan. Und als witze-opfer für die bayern, die widerum witzopfer für die saxen san.

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WD – LEKTION E – AUSTRALIEN

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Kängurus werfen

Beim B, beim C und beim D tut sich bei wunschdeutsch nix. Also kommen wir zum E. Ausser wenn das wort mit einem langen /i:/ endet (“Schizophrenie is keine idiotie”) und vor 2 oder mehr konsonanten (“Er schielte während du spiebst”) verschwindet das dehnung-E: Wegen seiner nidertracht musste ich das stinktir stranguliren. Das ß zeigt dass der vorherige vokal lang is, dann braucht man auch kein E: “Wir erschißen den spißer”. Wenn ein langes I vor einem R kommt, is es auch kurz wenn nach dem R noch ein konsonant folgt: Der pervertirte war kastrirt und frustrirt.

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WD – LEKTION A – ARGENTINIEN

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ARROGANTE GAUCHOS

Nach einer langen pause werd ich eine neue serie anfangen, und meine sprachsysteme präsentieren. Wer sich für den sprachlichen aspekt nicht interessiert, muss nur den teil in kursiv am anfang überspringen.
Das erste system, das ich im deutschen vorstellen werd, ist wunschdeutsch. Ich hab in meinen showlesungen 20 000 zuschauer über einzelne rechtschreibänderungen abstimmen lassen, und daraus ein basis-demokratisches deutsch kreiert. Insgesamt ändert sich nicht viel, es ist ein durchaus lesbares system.

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A brasileira

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Wenn ma zu die deutsche mann was von brasilas erzält, kriegt er gleich ein ständer. Das bild der heissen und leichten frau haftet an die brasilas wie kleister. Nu, so vile fraun sind es ja auch nich. 100 milionen insgesamt, aber nur 1/4 is im gebärfähigen alter und in eim relativ presentablen zustand. Da haben wir nur noch 25 milionen. Aber 1/3 is übergewichtig, 1/3 untergewichtig, bleiben nur noch 8 milionen. (weiterlesen …)

Ik heff a padaria

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Ich får in die berge nå Santa Maria de Jetibá, westlich de Vitória. In der region wimmelt es nur so von pommern. Då wohnen auch shwäizer und hunsrücker, die wurden aba durch die mehrhäit der pommern assimilat und pommerisat. Naja, lieber pommerisad als pulverisad. En da stadt erinnern manche huser noch an Dutschland, aba die pommern hir sehn sich nich gråd als dutsche, sondan als pommern. Obwohl sie a plattdutschen dialect sprechen, is a groszer täil von Pommern heut en Polen, usserdem stammen die pommern von den slavischen wenden ab, un sogår der nam Pommern kommt vom slavischen ‘po morje’, also ‘am mer’, während Polska von ‘feld’ abgeläitet wird, also die, die im gegensatz zu den pommern im landesinneren leben. (weiterlesen …)

Flavia, das licht auf tausend

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Rato (die Ratte) hatte noch den tipp gegeben, bei a typ im sertao vorbei zu faren, der eine bergmine in seim haus hat, ein risenloch in seim wonzimmer, 100 meter tif – sagt er zumindest. Da grabt er seit jaren, und hat schon alles mögliche gefunden, gold inclusiv. Der hat ein einzigen zan und trinkt ein schnaps, eine cachassa mit a schlangi drin – tot natürlich. Jede gasti muss das zeug trinken, wenn li als gasti bei ihm aufgenommen werden will, und sei es für 10 minuten. Rato erzält, es war das harteste culinar erlebu, das er je hatte. Die mine scheint ein interessante geschichte zu sein, aber weder Pagé, mein gute freund und helle typ, noch ich sind so richtig scharf auf den schlangischnaps. (weiterlesen …)

Brasil, Terra do Voleibol

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In den 3 bevölkerungsreichsten ländern der welt is fussball so wichtig wie cricket in Deutshland. Und trotzdem is fussball die populärste sportart weltweit, weil China, India und die USA keine gemeinsame lieblingssportart ham, und auch dise einzelnen länder nich auf eine sportart fixiert sind – die USis ham zum beispil american football, basketball, baseball. Bei den chinis is es vermutlich kung fu, oder t-shirts machen. Und was TV-zuschauer betrifft, is die Fussball-WM einsame spitze, danach kommt erstmal lange zeit nix. Ma kann in Papua Neuguinea oder Madagascar sein, bei der WM hocken die leute wie gelämt vor der glotze.

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Die leiden der braziliano mittelclasse

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Ich hab den groszen überregionalen zeitungen disen artikel angeboten, da sind täglich voller artikel über Brasil sind. Die waren aber an die meinu von a brazili nich interessiert, sie schicken oft leute rüber, die noch nie im land waren und oft nich einmal die sprache können. So is der artikel im Freitag-Magazin (zwar überregional aber nich unbedingt das gröszte) erschinen und hir. Ein langer artikel, get aber nich anders, wenn ma gegen die strömung schreibt…  

Es is zum mäusimelken, was man all über Brazil in Deutshland und warscheinlich vilerorts in der welt liest und sit. Was kommt auf dem cavver, der Zuckerhut plus papagei oder samba-schul? Clar, im hintergrund die favela. Samba und fussball dürfen natürlich auch nich felen, dabei is samba die music der region Rio de Janeiro, und wird selten woanders gehört. Die brüller in Brazil sind rock-popp, brazilian und USan, und ‘sertaneja’. Das is so eine art cantri-music mit der schnulze vo die deutshe schlager. Ausserdem gibt es eine menge pernas-de-pau, “holzbeine”, die sich nich für fussball interessiren. In Africa wollten vilo, das ich inen das richtige fussballspilen beibring, dabei ham sie vil besser als ich gespielt. Ich hab mich immer mit eim grad acuten knieprobleem herausgeredet. (weiterlesen …)

Pará, wo die nuss herkommt

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Die delfinis springen frölich im wasser des Amazonas. Am ufer ham nu auch die kleinsten dörfer electricität. Sie kommt aus die generators. Licht wär den indianis und caboclos (mischis aus indianis und weissis) nich so wichtig, aber one TV get rein gar nix.

Ich interviu noch endlich mal jemand ausch der region. Raiol kommt ausch Soure, auf der Marajo-Insel, der gröszten flussinsel der welt, und wont in Belém, /be’leN/. Ich dachte, nur die cariocas, die wonis von Rio, sprechen das S, das nich von vocal gefolgt wird, als SCH ausch, die paraenses tun dasch aber auch. Als wär esch nich genug, dasch ich jetz in Stuttgart wohn, jetz musch ich mir auch dasch noch anhören. Er meint, dasch portugaliano von Pará wird alsch dasch beschte und richtigschte in Brasil angesehen. Dasch kann ich mir schwer vorstellen, dasch wär so, alsch würden dieschwabis behaupten, ir deutsh isch dasch beschte der republic. Seit wann gilt zanlückendiccion alsch perfecte prononcirung? (weiterlesen …)

Hitler is brasileiro

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In Fortaleza intervisto ich Josy. Naturlich is sie bissexual, vie anscheinend die meisten fraun in Brasil. Josys nam is eigentlich Josilene, der nam is a mixtur da namen irer eltis, der papo hisz José und die mama Leni.

Die namen der eltis zu combiniren, tun die nordestinos, die wonis des nordosten, gern. Manchmal die sumierten namen, manchmal die ersten silben da 2 namen, manchmal die erste vom pap und die letzte von da mam oder o conträr. Imaginie, das macht schol in Alemanha: die tochta von Torsten und Charlotte heisst Torte, die tochta von Tomas und Renate wird zur Tomate.

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